- Für Mitglieder im Verein Forschungsgruppe Akupunktur und Chinesische Medizin (FACM) e. V. reduziert sich die Kursgebühr auf 595,00 EUR.
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Der Präsenzkurs Psychosomatische Grundversorgung (PSGV) A findet als Vor-Ort-Seminar in Düsseldorf statt und vermittelt Theoretische Grundlagen (Modul I) und Ärztliche Gesprächsführung (Modul II) im Umfang von 25 Unterrichtsstunden (10 h Modul I + 15 h Modul II).
Um die von den Ärztekammern geforderte Gesamtstundenzahl von 20 h Modul I, 30 h Modul II sowie 30 h Balint-Gruppenarbeit zu erreichen, benötigst du folgende Kurse: PSGV Kurs A, PSGV Kurs B sowie 4 Balint-Gruppen (jeweils 7,5 h).
Das Curriculum basiert auf dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer und bildet die Grundlage für die weitere Ausbildung innerhalb des KV Ready Programms.
Schwerpunkte von PSGV Kurs A sind:
- Psychosomatik: Einführung.
- Ärztliche Gesprächsführung.
- Ärzt*in-Patient*in-Beziehung.
- Angststörungen.
- Schmerzerkrankungen.
– Gemäß dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer –
Modul I – Theoretische Grundlagen (10 von 20 h)
Nach Modulabschluss ...
- hast du Kenntnis über die Bedeutung der Patient-Arzt-Beziehung und weißt, wie man diese erfolgreich gestaltet.
- du weißt, dass diagnostische und therapeutische Entscheidungen von Interaktionsmustern beeinflusst werden.
- siehst du Krankheiten in einem bio-psycho-sozialen Kontext und weißt, die Krankheiten und Störungen des psychosomatischen und psychiatrischen Fachgebiets einzuordnen.
- kennst du die Indikationen der verschiedenen Psychotherapie-Verfahren und weißt, welche Wege dem Patienten in einem kooperativen Versorgungssystem vorzuschlagen sind.
- kennst du verbale und nonverbale Kommunikationstechniken und weißt, wie soziale Interventionen einzusetzen sind.
- besitzt du Kenntnisse zu Familiendynamik sowie zu Prozessen und Verhalten im Rahmen von Gruppen.
Lerninhalte
- Bio-psycho-soziales Krankheitsverstehen.
- Differentialdiagnostische Abgrenzung und Indikation zur fachspezifischen Behandlung von Angststörungen, Depressionen, somatoformen Körperbeschwerden, posttraumatischen Belastungsstörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen und Psychosen.
- Adaptive und maladaptive Stressverarbeitung.
- Erkennen von Suizidalität.
- Interpersonelle und intrapsychische Konflikte, Traumata, biografische Entwicklung.
- Erkennen einer dysfunktionalen störungsunterhaltenden Beziehungsgestaltung, z. B. ängstlich, depressiv, histrionisch, narzisstisch, zwanghaft.
- Differentialindikation von Psychotherapie-Verfahren.
- Umgang mit Patienten mit chronischen somatischen Krankheiten, Schmerzzuständen, nicht spezifischen funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden, traumatischen Erfahrungen sowie Patienten in Krisen und belastenden Lebenssituationen.
- Kooperieren im psychotherapeutischen Versorgungssystem.
- Ärztliche Gesprächsführung insbesondere im Rahmen der Anamnese, Aufklärung, Übermittlung belastender Nachrichten, Motivation, Bilanzierung, Krisenintervention.
- Ärztliche Gesprächsführung mit mehreren, z. B. Familien, Paaren, anderen Gruppierungen.
- Verbale und non-verbale Interventionstechniken.
- Soziale, ressourcenorientierte Interventionen als Behandlungsmaßnahmen.
- Arbeit im Team.
- Psychodynamik und therapeutische Bedeutung der Patient-Arzt-Beziehung.
- Gestaltung einer kooperativen Patient-Arzt-Beziehung.
Modul II – Ärztliche Gesprächsführung (15 von 30 h)
Nach Modulabschluss ...
- beherrschst du die Techniken der patienten- und arztzentrierten Gesprächsführung und hast einschlägige Erfahrung in der Durchführung von Gesprächen insbesondere im Rahmen der Anamnese, Aufklärung, Übermittlung belastender Nachrichten, partizipativen Entscheidungsfindung, Motivationsbildung, Bilanzierung und Krisenintervention.
- kannst du diese auch bei typischen Gesprächsanlässen, z. B. bei chronischen somatischen Krankheiten, Schmerzzuständen, nicht spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden, traumatischen Erfahrungen und Krisen und besonderen Lebenssituationen anwenden.
- kannst du Interaktionsmuster und begleitende Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster erkennen.
- kannst du dich auf diese Interaktionsmuster einstellen und dysfunktionalen und störungsunterhaltenden Interaktionen des Patienten entgegenwirken.
- kannst du auch solche Patienteninteraktionen, die potenziell für ihn und den Patienten schädlich sind, frühzeitig erkennen und adäquat damit umgehen.
Lerninhalte
- Grundhaltungen: Verständnis, Respekt und Wertschätzung für den Patienten, salutogenetische Orientierung.
- Gesprächstechniken, z. B. aktives Zuhören und ausreden lassen, Patientenperspektive zusammenfassen, offener Fragestil, Warten, Wiederholen, Spiegeln, Verbalisieren von Gefühlen, zirkuläre Fragen, deuten und positiv umdeuten, ressourcenorientierte Fragen, loben, partizipative Entscheidungsfindung.
- Typische Gesprächssituationen, z. B. im Rahmen der Anamnese, Aufklärung, Übermittlung belastender Nachrichten, Motivation, Bilanzierung und Krisenintervention.
- Umgang mit Patienten mit dysfunktionalen störungsaufrechterhaltenden Interaktionsmustern, z. B. ängstlich, depressiv, histrionisch, narzisstisch, zwanghaft, aggressiv kontrollierend oder schüchtern angepasst.
- Umgang mit Patienten mit unzureichenden persönlichkeitsstrukturellen oder sozialen Kompetenzen.
- Selbstreflexion und deren Berücksichtigung im Umgang mit Patienten.
- nicht spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden,
- chronischen somatischen Erkrankungen und Schmerzzuständen,
- Essstörungen,
- Angst- und depressiven Störungen,
- Traumatisierungen und Traumafolgestörungen,
- besonderen Lebenssituationen.


