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Alles Wichtige zum Kurs
Der Onlinekurs Spezielle Schmerztherapie Modul II findet als Zoom-Webinar statt und vermittelt den Themenkomplex Schmerzhafte Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems, psychische Komorbidität im Umfang von 20 Unterrichtsstunden.
Das Curriculum basiert auf dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer und bildet die Grundlage für die weitere Ausbildung innerhalb des KV Ready Programms.
– Gemäß dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer –
Schmerzhafte Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems, psychische Komorbidität (20 h)
Nach Kursabschluss ...
- kennst du die Definition, Epidemiologie und aktuelle Systematik von neuropathischen Schmerzen und primärer und sekundärer Kopf- und Gesichtsschmerzen und deren Pathophysiologie.
- kannst du eine neurologische Untersuchung durchführen.
- kannst du adäquate Diagnostik indizieren und entsprechende medikamentöse und nicht medikamentöse Therapien einleiten.
- kennst du interventionelle und operative Therapieverfahren, deren Indikationen und deren Evidenz.
- kennst du die Prinzipien der zentralen Schmerzverarbeitung und der Modulation durch psychosoziale Einflussfaktoren und psychische Komorbidität.
- erkennst du das Vorliegen von primär psychisch bedingten Schmerzen bzw. psychischer Komorbidität.
- kannst du die biologischen, psychischen und Verhaltensanteile sowie die sozialen Anteile am Schmerzerleben eruieren und gewichten.
- kennst du die Indikationen, Möglichkeiten und Grenzen sowohl von psychotherapeutischen Verfahren als auch von aktivierenden und Entspannungsverfahren, einschl. Biofeedback sowie medikamentöser Therapieansätze.
Lerninhalte
- Neuropathische Schmerzen:
- Aktuelle Definition neuropathischer Schmerzen.
- Schädigungsmechanismen und diagnostische Möglichkeiten, Abgrenzung von nozizeptiven, entzündlichen und myofaszialen Komponenten.
- Differenzialdiagnose von Mononeuropathien, Polyneuropathien und Neuritiden (Engpass-Syndrome, Large-fiber Neuropathien, Small-fiber Neuropathien, entzündliche, autoimmune Neuropathien).
- Darstellung der elektrophysiologischen Testverfahren wie Neurographien, Evozierte Potenziale sowie der psychophysischen Verfahren (Quantitativ Sensorische Testung – QST).
- Medikamentöse (systemische und topische) und nicht-medikamentöse Therapie peripher-neuropathischer Schmerzen.
- Pathophysiologie und Therapie von Stumpf- und Phantomschmerzen, des Komplexen Regionalen Schmerzsyndroms und sympathisch unterhaltener Schmerzen (SMP).
- Differenzierung und therapeutische Modulation zentraler Schmerzsyndrome (z. B. Poststroke-Syndrome, spinale Querschnittsyndrome).
- Kopf- und Gesichtsschmerzen:
- Anatomie und Physiologie des trigemino-vaskulären Systems, des trigemino-autonomen Reflexes und trigeminaler Transmittersysteme, Zusammenhang occipitaler und trigeminaler Innervation.
- Systematik, Diagnostik und Differentialdiagnostik der primären Kopfschmerzen:
- Migräne mit und ohne Aura einschließlich der Sonderformen.
- Spannungskopfschmerz.
- Trigemino-autonome Kopfschmerzsyndrome (Cluster-Kopfschmerz, paroxysmale Hemikranie, Hemicrania continua, SUNCT-Syndrom).
- Andere primäre Kopfschmerzen (Hustenkopfschmerz, Anstrengungskopfschmerz, Kopfschmerz bei sexueller Aktivität, Kopfschmerz durch Druck und Zug, Münzkopfschmerz, Schlaf-gebundener Kopfschmerz, stechender Kopfschmerz, neu aufgetretener täglicher anhaltender Kopfschmerz).
- Systematik, Diagnostik und Differentialdiagnostik der sekundären Kopfschmerzen, insbesondere von Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch, sowie der Besonderheiten von Kopfschmerzen in der Schwangerschaft und Stillzeit.
- Diagnostik und Differentialdiagnostik der sekundären Kopfschmerzen.
- Systematik primärer Gesichtsschmerzen, Kenntnisse der Diagnostik und Therapie von Gesichts- und Kopfneuralgien und des idiopathischen anhaltenden Gesichtsschmerzes.
- Systematik sekundärer Gesichtsschmerzen, Kenntnisse der Diagnostik und Therapie von postzosterischer Neuralgie, zahnärztlicher, MKG-chirurgischer und HNO-ärztlicher Aspekte und Differentialdiagnosen bei Gesichtsschmerzen und craniomandibulärer Dysfunktion.
- Indikation und Durchführung der medikamentösen Akuttherapie und Prophylaxe sowie nicht-medikamentöser Verfahren.
- Primär psychische Schmerzsyndrome und psychische Komorbidität bei chronischen Schmerzzuständen:
- Einfluss biographischer und stressbezogener Erfahrungen auf Schmerzentstehung und -chronifizierung.
- Interaktionelle, traumatische und bindungsbezogene Einflussfaktoren auf Schmerzentstehung und -aufrechterhaltung.
- Psychische Erkrankungen mit Leitsymptom Schmerz.
- Psychische Komorbidität bei chronischem Schmerz organischer Genese (Angststörungen, PTBS, depressive Störungen, Somatisierungen) und deren Einfluss auf das Schmerzerleben.
- Symptomatik und Behandlung der somatoformen Schmerzstörung unter Berücksichtigung des Einflusses offener Sozialfragen (z.B. Begutachtung wegen BU, EU oder MdE).
- Indikation und therapeutischer Einsatz von Psychopharmaka, sowohl zur Behandlung von psychischer Komorbidität als auch als Co-Analgetika bei chronischen Schmerzsyndromen.
- Kenntnis und Indikationsstellung psychotherapeutischer Verfahren bei primär psychischen Schmerzsyndromen bzw. psychischen Komorbiditäten bei Schmerzsyndromen.
- Kenntnis und Indikationsstellung körperlich aktivierender (Funktionstraining, Rehasport etc.), entspannender (PMR, Yoga etc.) und achtsamkeitsbasierter Verfahren.
- Präventive Strategien im Umgang mit psychischen Komorbiditäten bei Schmerzsyndromen.


