Psychosomatische Grundversorgung Modul 1+2, Präsenzkurs A

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Der Präsenzkurs Psychosomatische Grundversorgung (PSGV) A findet als Vor-Ort-Seminar in Düsseldorf statt und vermittelt Theoretische Grundlagen (Modul I) und Ärztliche Gesprächsführung (Modul II) im Umfang von 25 Unterrichtsstunden (10 h Modul I + 15 h Modul II).

Um die von den Ärztekammern geforderte Gesamtstundenzahl von 20 h Modul I, 30 h Modul II sowie 30 h Balint-Gruppenarbeit zu erreichen, benötigst du folgende Kurse: PSGV Kurs A, PSGV Kurs B sowie 4 Balint-Gruppen (jeweils 7,5 h).

Das Curriculum basiert auf dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer und bildet die Grundlage für die weitere Ausbildung innerhalb des KV Ready Programms.

Schwerpunkte von PSGV Kurs A sind:

  • Psychosomatik: Einführung.
  • Ärztliche Gesprächsführung.
  • Ärzt*in-Patient*in-Beziehung.
  • Angststörungen.
  • Schmerzerkrankungen.

– Gemäß dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer –

Modul I – Theoretische Grundlagen (10 von 20 h)

Nach Modulabschluss ...

Lerninhalte

  • Bio-psycho-soziales Krankheitsverstehen.
  • Differentialdiagnostische Abgrenzung und Indikation zur fachspezifischen Behandlung von Angststörungen, Depressionen, somatoformen Körperbeschwerden, posttraumatischen Belastungsstörungen, Zwangsstörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen und Psychosen.
  • Adaptive und maladaptive Stressverarbeitung.
  • Erkennen von Suizidalität.
  • Interpersonelle und intrapsychische Konflikte, Traumata, biografische Entwicklung.
  • Erkennen einer dysfunktionalen störungsunterhaltenden Beziehungsgestaltung, z. B. ängstlich, depressiv, histrionisch, narzisstisch, zwanghaft.
  • Differentialindikation von Psychotherapie-Verfahren.
  • Umgang mit Patienten mit chronischen somatischen Krankheiten, Schmerzzuständen, nicht spezifischen funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden, traumatischen Erfahrungen sowie Patienten in Krisen und belastenden Lebenssituationen.
  • Kooperieren im psychotherapeutischen Versorgungssystem.
  • Ärztliche Gesprächsführung insbesondere im Rahmen der Anamnese, Aufklärung, Übermittlung belastender Nachrichten, Motivation, Bilanzierung, Krisenintervention.
  • Ärztliche Gesprächsführung mit mehreren, z. B. Familien, Paaren, anderen Gruppierungen.
  • Verbale und non-verbale Interventionstechniken.
  • Soziale, ressourcenorientierte Interventionen als Behandlungsmaßnahmen.
  • Arbeit im Team.
  • Psychodynamik und therapeutische Bedeutung der Patient-Arzt-Beziehung.
  • Gestaltung einer kooperativen Patient-Arzt-Beziehung.

Modul II – Ärztliche Gesprächsführung (15 von 30 h)

Nach Modulabschluss ...

Lerninhalte

  • Grundhaltungen: Verständnis, Respekt und Wertschätzung für den Patienten, salutogenetische Orientierung.
  • Gesprächstechniken, z. B. aktives Zuhören und ausreden lassen, Patientenperspektive zusammenfassen, offener Fragestil, Warten, Wiederholen, Spiegeln, Verbalisieren von Gefühlen, zirkuläre Fragen, deuten und positiv umdeuten, ressourcenorientierte Fragen, loben, partizipative Entscheidungsfindung.
  • Typische Gesprächssituationen, z. B. im Rahmen der Anamnese, Aufklärung, Übermittlung belastender Nachrichten, Motivation, Bilanzierung und Krisenintervention.
  • Umgang mit Patienten mit dysfunktionalen störungsaufrechterhaltenden Interaktionsmustern, z. B. ängstlich, depressiv, histrionisch, narzisstisch, zwanghaft, aggressiv kontrollierend oder schüchtern angepasst.
  • Umgang mit Patienten mit unzureichenden persönlichkeitsstrukturellen oder sozialen Kompetenzen.
  • Selbstreflexion und deren Berücksichtigung im Umgang mit Patienten.
  • nicht spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden,
  • chronischen somatischen Erkrankungen und Schmerzzuständen,
  • Essstörungen,
  • Angst- und depressiven Störungen,
  • Traumatisierungen und Traumafolgestörungen,
  • besonderen Lebenssituationen.

Quelle: (Muster-)Kursbuch Psychosomatische Grundversorgung auf der Grundlage der (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018; 3. Auflage; Berlin, 22./23.08.2024.
© 2024 Bundesärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern.

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– Gemäß dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer –

Systematik der Punkte, Leitbahnen und Funktionskreise des ventralen Umlaufes, Konzeptionsgefäß, Übungen der Behandlung und einfache Behandlungskonzepte (24 h)

Nach Kursabschluss ...

  • beherrschst du die Systematik der Punkte, Leitbahnen und Funktionskreise des ventralen Umlaufes.
  • bist du in der Lage, die in den Lehrinhalten genannten Punkte der betreffenden Leitbahnen sicher zu lokalisieren und kennst deren wesentliche Indikationen.
  • hast du weitere Einblicke in die Diagnostik und Differenzialdiagnostik der Traditionell Chinesischen Medizin und praktische Erfahrungen gewonnen.

Lerninhalte

  • Systematik der Punkte, Leitbahnen und Funktionskreise des ventralen Umlaufes, das Konzeptionsgefäß, deren Akupunkturpunkte, Übung der Behandlung, Leitbahnumlauf, Leitbahnachsen, Konzeptionsgefäß.
  • Steuerungspunkte dieses Umlaufes (mindestens Sedierungs- und Tonisierungspunkt, Yuan, dorsale Shu-Punkte, ventrale Mu-Punkte, untere einflussreiche Punkte, Meister-Punkte, Einschaltpunkte).
  • Lungenleitbahn zumindest mit den Punkten 1, 5, 7, 9.
  • Dickdarmleitbahn zumindest mit den Punkten 1, 4, 10, 11, 15, 20.
  • Magenleitbahn zumindest mit den Punkten 1, 2, 6, 8, 25, 34, 35, 36, 37, 38, 40, 44.
  • Milzleitbahn zumindest mit den Punkten 1, 3, 4, 6, 9, 10, 21.
  • Konzeptionsgefäß (Ren Mai) zumindest mit den Punkten 1, 3, 4, 5, 6, 12, 17, 24.
  • Weitere Einführung in diagnostischen Methoden und Krankheitslehre nach Traditioneller Chinesischer Medizin.
  • Praktische Demonstration durch den Kursleiter, gegenseitige Übungen der Kursteilnehmer.
© 2026 Bundesärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern.

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