Spezielle Schmerztherapie Modul 1, Onlinekurs ST1
Bei Fragen sind wir gerne für dich da!
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FA Weiterbildungs GmbH
Gisela Kraus
Walche 2
85567 Grafing b. München
[email protected]
08092 23211-0
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– Gemäß dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer –
Wissenschaftliche und akupunkturrelevante Grundlagen (24 h)
Nach Kursabschluss ...
- hast du Kenntnisse über die wissenschaftlichen und medizin-historischen Grundlagen der Akupunktur.
- kennst du Indikationen, Kontraindikationen, unerwünschte Wirkungen, Dokumentation und Qualitätsmanagement der Anwendung der Akupunktur.
- kennst du die Grundlagen der Praxis der Akupunkturbehandlung (Standards für Organisation, Lagerung, Praxisausstattung), Behandlungsdauer, Behandlungsfrequenz, Behandlungsverläufe sowie deren rechtliche Grundlagen.
- hast du erste Fertigkeiten zur Punktlokalisation entwickelt und hast Einblick in die diagnostischen Methoden und die grundlegenden theoretischen Modelle der Krankheitslehre gewonnen.
Lerninhalte
- Vorstellung wissenschaftlicher und akupunkturrelevanter Grundlagen der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM).
- Einführung in die Akupunktur.
- Medizinhistorische Grundlagen.
- Neurophysiologische und humorale Grundlagen und klinische Forschungsergebnisse.
- Physiologische Grundlagen (humorale, periphere, zentrale Mechanismen), Wirkung auf endogenes Opioidsystem, nichtopioide Neurotransmitter.
- Anatomische Grundlagen, mindestens Gefäß-Nervenbündel, Faszienketten, Muskelfunktionsketten.
- Klinische Forschungen, Grundlagenforschung, Placeboforschung.
- Qualitätsstandards in Forschung, Klinik und Praxis.
- Traditionelle Konzepte der Chinesischen Medizin, 8 Leitkriterien (Bagang), pathogene Faktoren, Theorie der Funktionskreise.
- Durchführung der Akupunkturbehandlung.
- Indikationsstellung und Einbindung der Akupunktur in Behandlungskonzepte.
- Indikationsstellung, Kontraindikationen, unerwünschte Wirkungen der Akupunktur, Aufklärung des Patienten, Dokumentation und Qualitätsmanagement.
- Praxis der Akupunkturbehandlung (Standards für Organisation, Lagerung, Praxisausstattung), Behandlungsdauer, Behandlungsfrequenz, Behandlungsverläufe.
- Vergleich westlicher (morphologischer) und akupunkturspezifischer (funktioneller) Diagnostik.
- Stichtechniken und ergänzende Stimulationsverfahren, Moxibustion und Schröpfen.
- Punktlokalisation am Körper nach anatomischen Leitstrukturen, Druckdolenz, Proportionalmaß (cun).
- Entwicklung einfacher Behandlungskonzepte.
© 2026 Bundesärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern.
Alles Wichtige zum Kurs
Der Onlinekurs Spezielle Schmerztherapie Modul I findet als Zoom-Webinar statt und vermittelt den Themenkomplex Grundlagen der Schmerzmedizin im Umfang von 20 Unterrichtsstunden.
Das Curriculum basiert auf dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer und bildet die Grundlage für die weitere Ausbildung innerhalb des KV Ready Programms.
– Gemäß dem Fortbildungs-Curriculum der Bundesärztekammer –
Grundlagen der Schmerzmedizin (20 h)
Nach Kursabschluss ...
- hast du detaillierte Kenntnis über die Epidemiologie chronischer Schmerzen und spezielle neurophysiologische Grundlagen der Schmerzentstehung und -verarbeitung.
- kennst du die Chronifizierungsfaktoren nach dem bio-psycho-sozialen Schmerzmodell und kannst eine Schmerzanamnese nach diesem Modell strukturieren und durchführen.
- erkennst du yellow und red flags und kannst daraus präventive und therapeutische Handlungsalgorithmen entwickeln.
- kennst du Schmerzskalen und Klassifikationssysteme und kannst standardisierte Testverfahren und Fragebögen anwenden.
- kennst du die soziokulturellen Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung und dem Schmerzausdrucksverhalten.
- kennst du Placebo- und Noceboeffekte und kannst sie im Rahmen einer Schmerztherapie anwenden bzw. vermeiden.
- kennst du die grundlegenden Wirkmechanismen medikamentöser, physikalisch-physio-therapeutischer, psychologischer, interventioneller und komplementärmedizinischer Verfahren, deren Indikationen und deren Evidenz.
- kennst du die Grenzen der Akutschmerztherapie und kannst die Prinzipien interdisziplinärer Therapiekonzepte und Organisationsformen beschreiben sowie Indikationen für monomodale und multimodale Therapieverfahren stellen.
- kennst du die Epidemiologie der Einnahme von Analgetika in der Bevölkerung, von Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit.
- kennst du die Klinik, Differentialdiagnose und Therapieprinzipien bei Suchterkrankungen und kannst Entzugsbehandlungen planen und durchführen.
Lerninhalte
- Neurophysiologische Grundlagen der Schmerzentstehung und Schmerzverarbeitung einschließlich der Schmerzchronifizierung.
- Ursachen, Epidemiologie und Prävention chronischer Schmerzen.
- Bio-psycho-soziales Schmerzmodell:
- Biologische Chronifizierungsfaktoren: Struktur- und Funktionsstörungen, veränderte neuronale Verarbeitung.
- Psychosoziale Chronifizierungsfaktoren: Verhaltensfaktoren im Umgang mit Schmerzen (fear avoidance, endurance-Verhalten), dysfunktionaler Medikamentengebrauch und süchtiges Verhalten, psychische Komorbidität (z. B. Angststörung, Depression), bestehende Zielkonflikte wie versicherungsrechtliche Auseinandersetzungen.
- Iatrogene Chronifizierungsfaktoren.
- Auswirkungen chronischer Schmerzen auf Aktivität und Teilhabe in Abhängigkeit von Kontextfaktoren (Grundprinzip der ICF-Klassifikation).
- Bio-psycho-soziale Diagnostik im multiprofessionellen Team (Assessment).
- Struktur und Durchführung einer bio-psycho-sozialen Anamnese bei einem chronischen Schmerzpatienten (Video-Patientenbeispiel oder Fallvorstellung), Fragetechnik und Interaktionsgestaltung.
- Wirkmechanismen und Ziele medikamentöser, physikalisch-physiotherapeutischer, psychologischer, interventioneller, operativer und komplementärmedizinischer Verfahren:
- Unterschiede in der Therapie akuter und chronischer Schmerzen.
- Therapiekonzepte: ambulante Therapie, teilstationäre Schmerztherapie, stationäre Schmerztherapie, stationäre psychosomatische Schmerztherapie, stationäre Rehabilitation (z. B. Orthopädie/Neurologie/Psychosomatik).
- Interdisziplinäre, multimodale Schmerztherapie – Prinzipien und Indikation.
- Gesprächsführung und Edukation für Menschen mit chronischen Schmerzen und deren Angehörigen, Möglichkeiten der Aktivierung der individuellen Patientenressourcen.
- Wirkungen und Nebenwirkungen von Nichtopioid-Analgetika und Opioiden inkl. (L-)Methadon, Kontrolle der Nebenwirkungen.
- Wirkungen und Nebenwirkungen von Antidepressiva, Antikonvulsiva, Myotonolytika, NMDA-Antagonisten, Glukokortikoiden, Cannabinoiden und Psychostimulantien.
- WHO-Empfehlungen zur Tumorschmerztherapie und Anwendungsprinzipien.
- Verordnung von Opioiden und BTM-pflichtigen Koanalgetika.
- Konzept zum differenzierten Einsatz der Applikationsformen (oral, rektal, transdermal, buccal, intravenös, subkutan).
- Wirkprinzipien und Indikation physiotherapeutischer Maßnahmen (Physikalische Therapie, Manuelle Therapie, Bewegungstherapie) und Trainingstherapie.
- Wirkprinzipien und Indikation psychologischer Verfahren (bewältigungs- und klärungsorientiertes; symptom- und problemorientiertes Vorgehen).
- Wirkprinzipien und Indikation interventioneller Verfahren:
- Wirkprinzipien und Indikation neurochirurgischer Verfahren:
- Wirkprinzipien und Indikation komplementärmedizinischer Verfahren.
- Standardisierte Dokumentation.
- Möglichkeiten und Grenzen von Schmerzkonferenzen und Qualitätszirkeln.
- Leitlinien zur Begutachtung chronischer Schmerzzustände.
- Kenntnisse über den Einsatz von Digital Health Anwendungen (Gesundheit-Apps, telemedizinische Verfahren etc.).
- Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit:
- Epidemiologie der Einnahme von Analgetika in der Bevölkerung (OTC-Präp.).
- Medikamenten-induzierter Kopfschmerz.
- Opioide (LONTS, Opioidabhängigkeit, Opiatinduzierte Hyperalgesie).
- Cannabis.
- Entzugsbehandlung (ambulant, stationär).
- Themenbezogene Beispiele.
Quelle: (Muster-)Kursbuch
Spezielle Schmerztherapie
auf der Grundlage der (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018; 2. Auflage; Berlin, 17./18.02.2022.
© 2022 Bundesärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern.
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